Richtige Ernährung von Hunden

Im Gegensatz zu früheren Jahrhunderten hängt der Hund in stärkerem Maße von der Nahrungszuteilung durch den Menschen ab. Vor allem durch die gute Anpassungsfähigkeit des Hundes sowie sein "hautnahes Zusammenleben" mit dem Herrl ist dieser verstärkt der Gefahr ausgesetzt, vermenschlicht zu werden.

All zu oft werden Hunde entsprechend der gerade im Haushalt anfallenden "Lebensmittel" (Schwarten, Schweinsohren, sämtliche Essensreste ect.) ernährt. Zusätzlich bedienen sich viele Hunde noch am Komposthaufen oder beliebig erreichbaren Nahrungsquellen. Dadurch entzieht sich das Tier in Bezug auf seine Nahrungsaufnahme in qualitativer und auch quantitativer Sicht der Kontrolle seines Besitzers. Die Folge sind dann meist falsch ernährte Tiere. Allzuviel oder ausschließliche Fleischnahrung ist übrigens für den Hund genauso schlecht wie rein vegetarische Kost. Aus dieser einseitigen Ernährung können sich dann Mangelerscheinungen im Bereich des Skelettwachstums entwickeln (Kalziummangel). Innereien und Schlachtabfälle sollen auf keinen Fall alleine ohne Vermischen mit sogenannten "Ergänzungsfuttermitteln" auf kohlenhydratreicher Basis (Getreideflocken) verfüttert werden.

Außerdem soll man sich des erhöhten Infektionsrisikos mit Bandwurmfinnen aus rohem Fleisch von Rind, Schwein, Schaf, oder Kaninchen bewusst sein.

Kuhmilch scheint zwar ein wertvoller Eiweißspender zu sein, doch bewirkt der hohe Milchzuckergehalt eine beschleunigte Passage der anderen Futtermittel und kann Durchfall hervorrufen. Schokolade, Bonbons und andere Süßigkeiten stellen reine Energielieferanten dar und bewirken wie beim Menschen Karies und Fettsucht. Abgesehen von den verschiedenen Möglichkeiten der Futterkombinationen, soll natürlich auch das entsprechende Alter des Hundes sowie der Leistungsbedarf je nach Einsatzgebiet (Jagdhunde, Sporthunde, Zuchthunde) berücksichtigt werden.

Aus den kurz erwähnten Möglichkeiten und Fehlerquellen lässt sich erkennen, dass es sich schon lohnt, mit der Anschaffung eines Hundes auch dessen Ernährungsbedürfnisse zu durchleuchten. Sollten Sie Ihren Hund von einem renommierten Züchter erwerben, so wird man Ihnen gewiss die grundlegenden Ernährungsbedingungen mitteilen. Außerdem steht Ihnen immer Ihr Tierarzt mit dem notwendigen Fachwissen zur Verfügung und berät Sie gerne !

Es ist gewiss sinnvoller, alle Unklarheiten mit dem Experten zu besprechen, als vorerst nach Gefühl zu handeln, bis sich schwerwiegende Ernährungsfehler als Ausdruck krankhafter Fehlsteuerung auswirken.

Auch der Hund ist, was er isst !!!